Inspi­riert ist die vom Tar­te-Tatin-Rezept aus dem Cul­tu­re Food Blog. Ein wirk­lich fei­nes Rezept für kara­mel­li­sier­ten Apfel­ku­chen, an das ich mich aber nur teil­wei­se hal­ten konn­te. Nicht, weil es nicht Wort für Wort des Nach­ba­ckens wert wäre, son­dern weil ich schon seit Län­ge­rem aus­pro­bie­ren woll­te, ob mein Spritz­ge­bäck­teig (sie­he Ich krü­me­le, also bin ich) nicht auch als Tar­te-Deckel bezie­hungs­wei­se Boden taugt.

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Tut er. Aller­dings nur dann, wenn die Kom­bi­na­ti­on aus süßem Kek­steig plus But­ter-Sah­ne-Kara­mell ordent­lich Sau­res krie­gen. Im Herbst also viel­leicht mal so was wie Quit­te, im Früh­som­mer nahe­lie­gen­der­wei­se Rha­bar­ber. Und genau das war das

OUTTAKES ist ein Blog-Event von PIMPIMELLA und ZORRA. Einsende-schluss ist der 15.8.13.

OUT­TAKES ist ein Blog-Event von PIM­PI­MEL­LA und ZOR­RA. Ein­sen­de­schluss ist der 15.8.13.

Pro­blem. Denn das Gemü­se ist der­ma­ßen saf­tig, dass mir die Tar­te nach dem Stür­zen schlicht und ergrei­fend im Rha­bar­ber­ka­ra­mell­saft ersof­fen ist. Den konn­te ich zwar noch auf­fan­gen (passt pri­ma zu Jogurt). Aber lecker aus­se­hen is anders. Es sei denn man dekla­riert die Cho­se ganz sou­ve­rän als ähm, sagen wir mal „Rha­bar­ber-Tar­te Atlan­tis in But­ter­ka­ra­mell-Frucht­es­senz auf zar­tem Coo­kie dough“ – in Schön­schrift, ver­steht sich.

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Optisch anspre­chen­der wird´s, wenn man den klein geschnip­pel­ten Rha­bar­ber 10 Minüt­chen bei 190º C im Back­ofen vor­gart. Im Unter­schied zum Cul­tu­re-Food-Rezept nicht auf Back­pa­pier, son­dern auf reich­lich Küchen­krepp, um über­schüs­si­gen Saft aufzusaugen.

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So oder so, ob nun als unter­ge­gan­ge­ne oder tro­cken­ge­leg­te Vari­an­te: Die kari­ös-deli­ziö­se Kom­bi lohnt sich. Des­halb hier die wesent­li­chen Zuta­ten für Tar­te- bzw. Keks-Teig und das But­ter-Sah­ne-Kara­mell. Wei­te­re Details zur Zube­rei­tung fin­det man in den jewei­li­gen Basis-Bei­trä­gen hier und hier.

Zutaten Karamell:

  • 200 g Zucker + 20 g Was­ser auf E‑Herd-Stu­fe 8 von 9 erhit­zen bis der Zucker schmilzt uns eine schön dunk­le Far­be annimmt. Topf von der Plat­te neh­men und sofort …
  • 50 g Sah­ne in den Kara­mell gie­ßen (Ach­tung: Kann sprit­zen, muss aber nicht).
  • 50 g eis­kal­te But­ter­stück­chen unter­he­ben (mon­tie­ren), But­ter­ka­ra­mell in die Tar­te-Form gie­ßen und fest wer­den las­sen. (So lan­ge der Kara­mell noch flüs­sig ist oder Fäden zieht emp­fiehlt es sich  tun­lichst auf das Able­cken von Koch­ge­rät zu ver­zich­ten. Es sei denn man steht auf Brand­bla­sen unter´m Gaumen.)
Rhabarber-Tarte

Zutaten Tortenboden/-deckel 

(Men­ge aus­rei­chend für Tar­te plus einer ordent­li­chen Por­ti­on Kekse ;-))

  • 125 g But­ter + 150 g But­ter­schmalz (= Buta­ris) + 225 g Zucker schau­mig schla­gen und nach und nach …
  • 2 Stk. Eigelb + 18 g Rum (54 %) + 2 Brief­chen Dr. Oetker Fines­se Bour­bon-Vanil­le sowie 2 Brief­chen Dr. Oetker Fines­se Oran­gen­scha­len unterrühren.
  • 500 g Mehl Typ 405 zügig unter­he­ben. „Zügig“ heisst, nur so lan­ge kne­ten, bis der Teig nicht mehr aus­ein­an­der bröselt.

Zubereitung:

Die eine Hälf­te vom Teig zwi­schen zwei Lagen Back­pa­pier zu einem run­den Deckel aus­rol­len, Rha­bar­ber-Schnip­sel etwa 1,5 bis 2 cm dick auf dem Kara­mellbo­den der Tar­te-Form ver­tei­len und Keks­de­ckel mög­lichst ganz auf die Tar­te-Form bug­sie­ren. Bei 190º C für 25 Minu­ten Ober-Unter­hit­ze + 3 Minu­ten Umluft backen. Vor dem Stür­zen der Form min­des­tens eine Stun­de Aus­küh­len lassen.

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SommerkeksDie ande­re Teig­hälf­te kann man pri­ma eini­ge Tage in Frisch­hal­te­fo­lie gerollt im Kühl­schrank auf­be­wah­ren. Sei es, um anti­zy­klisch Kek­se zu backen (die gehen auch im Som­mer). Oder aber, so man eine Eis­ma­schi­ne hat, um Ben&Jerry´s Coo­kie-Dough-Eis Kon­kur­renz zu machen.

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Mehr Küchen-Kin­ker­litz­chen unter Tom-Kha-Gai-Tape­na­de und Branda­da de Bacalao

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Nachtrag: Hier die teils köstlich zu lesenden, wenn auch nicht immer hübsch anzuschauenden Outtakes from your Kitchen ;-))