Nun ist es ja so, dass ich mich ger­ne und regel­mä­ßig über das Wört­chen SALE amü­sie­re. Nicht dar­über, dass etwas schluss‑, aus- oder räu­mungs­ver­kauft wird, son­dern ein­fach nur über das Wort selbst, das mei­ner Beob­ach­tung zufol­ge beson­ders deko­ra­tiv an sol­chen Points of Sale in Stel­lung gebracht wird – mög­lichst groß und mög­lichst rot –, deren Ein­zel­han­dels­fach­ver­käu­fe­rIn­nen mor­gens nicht früh­stü­cken, son­dern gegos­sen werden.

Chili-SOUR-MayonnaiseEine men­ta­le Ver­fas­sung, die man ver­mut­lich mit dem Teil der Kund­schaft gemein hat, der Anti-Pickel-Pro­duk­te bevor­zugt im Groß­ge­bin­de erwirbt, von klein auf das beid­hän­di­ge Teletubbies-Win­ken beherrscht und sich die Resul­ta­te eines per <SALE>-Befehl aus­ge­lös­ten Beu­te­zugs – ein soge­nann­ter DM-Haul – zu Hun­dert­tau­sen­den auf You­tube anguckt. Für ein voll­stän­di­ges Bild der Lage emp­fiehlt sich auf jeden Fall noch der (B)DM-Haul von Jan Böhmermann.

Soweit jeden­falls mei­ne gut gepfleg­ten Dün­kel bei roten Papp­pla­ka­ten mit vier Buch­sta­ben, die mir immer ein biss­chen zu „below the line” waren, also zu sehr dem schnö­den Ver­kauf, statt der gei­le Mar­ke dien­ten. Für einen Wer­ber, der ja eher unab­hän­gig von läs­ti­gen Lager­be­stän­den, knap­pen Roh­stof­fen und sai­so­na­len Ver­kaufs­zy­klen arbei­tet, ist die­se Sicht der Din­ge nicht zwin­gend falsch. Für einen food-blog­gen­den Pro­du­zen­ten fei­ner Gewürz­mi­schun­gen, sind sol­cher­lei Vor­be­hal­te aller­dings kaum ziel­füh­rend, denn die Devi­se „Wer zu spät kommt, den bestraft der SALE!” scheint längst schon im Main­stream ange­kom­men zu sein. Zumin­dest bei den zwei voll­stän­dig aus­ge­wach­se­nen und durch­aus wohl­si­tu­ier­ten Zeit­ge­nos­sen mitt­le­ren Alters – also genau mei­ne Kli­en­tel – die da kürz­lich so tref­fend bemerk­ten: „Lass uns da hin, da ist am Wochen­en­de SALE!”

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Von die­sem schö­nen State­ment beflü­gelt des­halb heu­te erstmals …

SALE

Bis zum 18. Dezem­ber 2014 gibt´s ab der drit­ten Gewürz­tü­te nicht fünf, nicht sie­ben, son­dern beträcht­li­che ZEHN PRO­ZENT auf alles – außer Tier­nah­rung und Ver­sand­kos­ten. Kau­fen kann man auf Rech­nung und, wen wundert´s, mit einem beherz­ten Klick auf´s SALE!-Plakat.

Chili-SOUR© – persisch-mild

getrocknete persische Limonen / Loomi / Limo amani / Limo omani

getrock­ne­te per­si­sche Limo­nen / Loo­mi / Limo ama­ni / Limo omani

Ganz neu: Mei­ne klei­ne, fei­ne Chi­li-Mischung, die man ähn­lich wie den Koch­zi­vi­lis­ten-Pfef­fer stän­dig in der Küche nut­zen und genie­ßen kann. Wird genau so ein­fach dosiert wie gemah­le­ner Pfeffer.

chilisour-mixDie zitro­nig-sau­re Note der per­si­schen Limo­ne, die Süße eines exzel­len­ten Bio-Papri­kas und die Kraft getrock­ne­ter Toma­ten macht Gerich­te run­der, ohne mit plum­per Schär­fe zu domi­nie­ren. Passt ganz wun­der­bar zu Fisch, Geflü­gel und Lamm, in Joghurt- oder Zie­gen­frisch­kä­se-Dipps, Salat-Dres­sings und natür­lich in eine Chi­li-SOUR-Mayon­nai­se.

MK-Foto_quadrat_1000pxPfeffer #1 – Cuvée schwarz

Nicht kochen, son­dern erst zum Schluss frisch gemah­len zu allem ver­wen­den, was den Duft die­ser Pfef­fer­mi­schung ver­dient. Dass der Koch­zi­vi­lis­ten­pfef­fer sogar schon in der Welt­li­te­ra­tur ange­kom­men ist, kann man hier nach­le­sen.

alles_ganzDIY-Curry – limettenscharf

Ver­passt Fisch, Fleisch, Geflü­gel, Dips, Cur­ry-But­ter und Gemü­se aller Art den herr­li­chen Duft einer röst­fri­schen Cur­ry­mi­schung mit einem Hauch Limet­te. Sehr fei­ne Rezept­ideen gibt´s unter „Cur­rytest: bestan­den!

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Weihnachtsstimmung 

Wer sich damit noch ein wenig schwer tut, dem emp­feh­le ich abschlie­ßend die­se TV-Spots. Wenn das nicht wirkt, weiss ich´s auch nicht.

Sainsbury’s OFFICIAL Christmas 2014 Ad 

John Lewis Christmas Advert 2014

ALDI Aussie Christmas

In diesem Sinne: Möge euch der SALE packen und der Haul nicht lange auf sich warten lassen ;-)